Was tun im Todesfall

Der Tod eines Angehörigen stellt die Hinterbliebenen vor vielfältige Aufgaben.

Der Sterbefall ist den verschiedensten Behörden und privaten Stellen unverzüglich anzuzeigen. Die Beerdigung muss vorbereitet werden; es ist der Druckauftrag für die Todesanzeige zu erteilen; es müssen die erforderlichen Anträge für das Sterbegeld und die Hinterbliebenenversorgung gestellt werden usw. – Beispiele für die zahl­reichen Probleme, vor denen die Angehörigen zumeist unerwartet stehen, und die sie in einer Zeit besonderer seelischer Belastung zu bewältigen haben.

Der FinanzCheckpoint will den Hinterbliebenen in dieser Situation helfen. Gehen Sie bei einem Todesfall die folgenden Punkte durch und prüfen Sie so, was und in welcher Reihenfolge im Einzelnen zu unternehmen ist.

1. Sie müssen sofort einen Arzt Ihrer Wahl, am besten den Hausarzt des Verstorbenen, zur Feststellung des Todes und der Todesursache verständigen. Dieser Arzt stellt darüber eine Todesbescheinigung aus. Tritt der Sterbefall in einem Krankenhaus ein, so übernimmt der leitende Arzt bzw. in vielen Kranken­häusern die dafür zuständige Abteilung die Ausstellung des Totenscheines.

Anschrift bzw. Telefon des Hausarztes: ____________________________________

Besonders wichtig!

2. Für Angehörige ist zur Besorgung von Geldmitteln und weiteren Ansprüchen nach dem Todesfall (Bankkonten usw.) eine Vollmacht auszustellen, damit sofort anfallende Kosten beglichen werden können.

Die Vollmacht befindet sich:______________________________________________

 für Kto. Nr.:___________________________________________________________

3. Der vom Arzt ausgestellte Totenschein ist unverzüglich, d. h. spätestens am folgenden Werktag (Samstage rechnen nicht als Werktage), dem Standesamt des Todesortes vorzulegen. Zur Anzeige des Todes sind in folgender Reihenfolge gesetzlich verpflichtet:

    • das Familienoberhaupt
    • derjenige, in dessen Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat
    • jeder, der beim Eintritt des Todes zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigener Kenntnis unterrichtet ist.

Beim Ableben im Krankenhaus übernimmt die Krankenhausverwaltung diese Formalitäten. Ist der Sterbefall in einem Alters- oder Versorgungsheim eingetreten. erfolgt die Meldung durch den nächsten Angehörigen des Toten oder – wenn dieser nicht erreichbar ist – durch die Leitung des Heimes.

4. Neben dem Totenschein werden zur Vorlage beim Standesamt außerdem benötigt:

    • die Geburtsurkunde des Verstorbenen
    • die Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienstammbuch
    • der Personalausweis oder Reisepass des Verstorbenen
    • der Personalausweis oder Reisepass des Anmeldenden
    • ggf. die Sterbeurkunde des vorverstorbenen Ehegatten bzw. das Scheidungsurteil
    • der letzte Rentenbescheid, wenn eine Kriegsrente bezogen worden ist
    • evtl. vorhandener Grabbrief

Das Standesamt stellt dann über die Anmeldung des Todesfalles eine Sterbe­urkunde aus. Es ist zweckmässig, die Ausstellung von 7 – 8 Sterbeurkunden zu bean­tragen. (Sterbeurkunden benötigen Sie z. B. für Versicherungen, private und gesetz­liche Krankenkassen, Banken, Finanzamt, Arbeitgeber, Rentenversicherung etc.).

Das Standesamt stellt ferner die Beerdigungserlaubnis aus. Bei einer Feuer­bestattung muss das Gesundheitsamt eine Genehmigung für das Krematorium ausstellen.

5. Anmeldung der Beerdigung bei der Stelle, die den Friedhof verwaltet (Friedhofsamt bzw. städt. Bestattungsanstalt, Pfarramt). Beerdigungserlaubnis und Sterbeurkunde sowie Grabbrief (soweit vorhanden) mitnehmen!

Anschrift des Friedhofs- bzw. Pfarramtes:___________________________________

Besondere Wünsche für die Beerdigung und Trauerfeier:_______________________

Ist eine Grabstelle gekauft? [ Ja !]   [ Nein ]

Wo ist der Grabbrief aufbewahrt?__________________________________________

Wo befindet sich der Grabstein?___________________________________________

Ist die Beerdigung einem Institut übertragen oder soll dies geschehen? ____________

Welchem?____________________________________________________________

5. Anmeldung der Beerdigung bei der Stelle, die den Friedhof verwaltet (Friedhofsamt bzw. städt. Bestattungsanstalt, Pfarramt). Beerdigungserlaubnis und Sterbeurkunde sowie Grabbrief (soweit vorhanden) mitnehmen!

Anschrift des Friedhofs- bzw. Pfarramtes:___________________________________

Besondere Wünsche für die Beerdigung und Trauerfeier:_______________________

Ist eine Grabstelle gekauft? [ Ja !]   [ Nein ]

Wo ist der Grabbrief aufbewahrt?__________________________________________

Wo befindet sich der Grabstein?___________________________________________

Ist die Beerdigung einem Institut übertragen oder soll dies geschehen? ____________

Welchem?____________________________________________________________

6. Im Fall meines Todes bin ich mit einer Organspende

[  ] einverstanden, wenn mindestens 2 Ärzte meinen klinischen Tod festgestellt haben

[  ] nicht einverstanden

Falls eine Feuerbestattung gewünscht wird, ist hierzu eine letztwillige Erklärung abzugeben. Diese muss mit Ort und Datum eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein.

Text: „Ich wünsche nach meinem Tod feuerbestattet zu werden“.

_____________________________________________________________________

_____________________________________________________________________

(Ort, Datum)                                                                                            (Unterschrift)

Anschrift des Krematoriums:______________________________________________

Testament

Entwurfsmuster letzter freiwilliger Verfügung

Hier werden einige Testamente beispielhaft, wiedergegeben. Im konkreten Einzelfall müssten sie entsprechend den individuellen Gegebenheiten und Wünschen modifiziert werden.

1. Testament eines Ledigen oder Verwitweten

Testament

Ich,________________, wohnhaft in________________________ setze hiermit meinen Neffen (Sohn, Bruder, Schwester o.a.) ______________ in _______________________ zu meinem alleinigen Erben ein. Ersatzerben sind seine Abkömmlinge.

Meine Nichte (Tochter o.a.) _____________________ erhält als Vorausvermächtnis das bebaute Grundstück in _____________, ________________strasse sowie einen Geldbetrag in Höhe von 20% des Wertes meines sonstigen Nachlasses.

Dieses Vermächtnis ist innerhalb eines Jahres nach meinem Tod zu erfüllen.

Eigenhändige Unterschrift des Erblassers

______________, den_________________

2. Gemeinschaftliches Testament zwischen Eheleuten ohne Kinder

Testament

Wir, die Eheleute__________________, geborene _________________ und ______________________, setzen den überlebenden Ehegatten zu unserem jeweiligen alleinigen Vorerben ein.

Erben des überlebenden Ehegatten sollen_______________________________ sein.

Der überlebende Ehegatte ist von den gesetzlichen Beschränkungen, die für den Vorerben gelten, befreit.

Eigenhändige Unterschrift beider Eheleute

______________, den__________________

3. Gemeinschaftliches Testament zwischen Eheleuten mit Kindern

Testament

Wir, die Eheleute ___________________, geborene ________________ und ______________________, __________________________ wohnhaft in setzen den überlebenden Ehegatten zu unserem jeweiligen Alleinerben ein.

Nach dem Tod des Längstlebenden setzen wir unsere Kinder___________________ und_______________ als Erben für den zu jenem Zeitpunkt vorhandenen Nachlass ein.

Sollte eines unserer Kinder nach dem Tod des zuerst versterbenden Ehegatten von dem überlebenden Ehegatten seinen Pflichtteil verlangen, so soll es auch nach dem Tod des zuletzt versterbenden Ehegatten nur seinen Pflichtteil erhalten.

Eigenhändige Unterschrift beider Eheleute

______________, den__________________

Testament/Erbvertrag

Erstaunlicherweise verzichten noch immer die meisten Menschen darauf, rechtzeitig vor ihrem Tod ein Testament zu errichten. Nur mit einem Testament (= schriftliche Niederlegung des letzten Willens) oder mit einem Erbvertrag kann aber der Erblasser eine von der gesetzlichen Erbfolge abweichende Regelung treffen. Eine solche .letztwillige Verfügung hat Vorrang vor der gesetzlichen Erbfolge.

Testament

Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen eigenhändigem Testament und öffentlichem (= notariell beurkundetem Testament).

Das eigenhändige Testament muss folgenden Formvorschriften genügen:

  • Der Erblasser muss das Testament in vollem Umfang eigenhändig, d. h. handschriftlich, nicht mit Schreibmaschine, erstellen.
  • Der Erblasser muss eigenhändig mit Vor- und Zunamen unterschreiben.
  • Das Testament muss in sich verständlich sein.
  • Das Testament muss Ort und Datum der Errichtung enthalten.

Das Schriftstück braucht nicht ausdrücklich als „Testament“ oder „Letzter Wille“ bezeichnet werden. Entscheidend ist allein, dass sich aus dem Inhalt die Absicht des Erblassers ergibt, hiermit seinen letzten Willen kundzutun.

Das eigenhändige Testament kann privat verwahrt werden. Aus Gründen der Sicherheit kann es jedoch auch bei irgendeinem Amtsgericht der Bundesrepublik in amtliche Verwahrung gegeben werden.

Besonders bei komplizierten Familien- und Vermögensverhältnissen ist es gar nicht so leicht, ein Testament gut durchdacht und klar abzufassen.

Dann empfiehlt es sich, den letzten Willen in Form eines öffentlichen Testaments abzufassen. Dieses hat zwar keine stärkere Wirkung als das private Testament, bietet aber, weil es unter Zuziehung eines Notars aufgenommen wird, die Gewähr dafür, dass der Wille des Erblassers eindeutig und rechtsgültig niedergelegt wird.

Das öffentliche Testament wird beim zuständigen Amtsgericht amtlich verwahrt. Der Erblasser braucht nunmehr weder eine Fälschung noch den Verlust der Urkunde zu befürchten. Diese Testamentsform ist hauptsächlich bei größeren Vermögen empfehlenswert.

Erbvertrag

Der Erbvertrag muss vor einem Notar geschlossen werden. Es handelt sich dabei um einen Vertrag zwischen Erblasser und dem Vertragspartner über Erbeinsetzung oder -verzicht sowie evtl. Vermächtnisse usw.

Vermögensverhältnisse

Name_____________________________________________________________

Dieses Verzeichnis wurde erstellt am____________________________________

1. Konten, sonstige Vermögen, Verbindlichkeiten, Bürgschaften, Daueraufträge und Einzugsermächtigungen

1.1.  Bankkonten

– Verzeichnis: Kontonummer? Bei Institut? Aufbewahrungsort Kontoauszüge?

1.2. Sparbücher

– Verzeichnis: Nummer? Bei Institut? Aufbewahrungsort?

1.3. Postscheckkonto

– Verzeichnis: Kontonummer? Bei Institut? Aufbewahrungsort Kontoauszüge?

1.4. Sparverträge (Kreditinstitute, Wertpapiere)

– Verzeichnis: Konto-/Depotnummer? Bei Institut? Aufbewahrungsort der Sparpläne?

1.5. Bausparverträge

– Verzeichnis: Nummer? Bei Institut? Aufbewahrungsort der Verträge?

1.6. Sparbriefe

– Verzeichnis: Nummer? Bei Institut? Aufbewahrungsort?

1.7. Wertpapiere

– Verzeichnis: Aktien/festverz.Papiere? Bei Institut? Aufbewahrungsort / Depotnummer?

1.8. Sonstige Vermögen (z.B. GmbH-und Kommanditanteile, Schließfächer)

1.9. Vollmachten (z. B. für Bankkonten, Depots, Schließfächer oder Sparbücher)

1.10. Folgende Kredite, Darlehen oder Wechsel bestehen z. Zt. bei:

– Verzeichnis: Name, Anschrift? Ursprungsbetrag? Laufzeit/Fälligkeit? Zu tilgen mit EUR? Bemerkungen (z.B. Einmal, lfd.)

1.11. Folgende Bürgschaften habe ich z. Zt. übernommen:

– Verzeichnis: Für? Über? Bei?

1.12. Folgende Daueraufträge bzw. Einzugsermächtigungen für das Abrufverfahren bestehen: (z. B. bei Banken für Miete, Zeitschriften, Telefon, Versicherungsbeiträge etc.):

– Verzeichnis: Bei? Über EUR? Fällig? Empfänger?

1.13. Sonstige Verpflichtungen

2. Angaben über Haus- und Grundbesitz, Eigentumswohnung

– Verzeichnis: Wohnhaus/Grundstück/Eigentumswohnung? Adresse? Grundbuch-Nr.? Einheitswert? Hypothek über? Gläubiger? Tilgung?Aufbewahrungsort der kompletten Unterlagen?

3. Sonstige Vermögensgegenstände (nicht in 1 oder 2 enthalten; z. B. Teppiche, Schmuck, Pelzsachen):

4. Ansprüche aus bestehenden Versicherungen

– Verzeichnis: Versicherungsart? Versicherungsnummer? Versicherungssumme? Anspruch anmelden bei?

Persönliche Dokumente

Besonderer Hinweis

Rat und Auskunft können sich meine Angehörigen in erster Linie holen bei:

_________________________________________________________________

außerdem bei: _____________________________________________________

 _________________

 (Datum, Unterschrift)

Testament

Vorhanden? [ ja ]   [ nein ]

Handschriftlich abgefasst am: ______________________________________

Notariell beurkundet am: __________________________________________

von: __________________________________________________________

Wo hinterlegt? __________________________________________________

Familienstammbuch

Ort und Tag der Eheschliessung: ___________Standesamt:______________

wo hinterlegt? __________________________________________________

Sonstiges

Zuständiges Finanzamt: _____________Steuernummer:_________________

Güterstand: ____________________________________________________

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